SHG Brotbackautomat ist ein familientauglicher für große Brot-Laibe

Die Optik/das Aussehen:

Das äußere Erscheinungsbild des SHG Brotbackautomat ist schlicht und einfach. Alle Bedienungselemente sind oben neben dem Einfülldeckel angeordnet. Das Gerät ist etwa 45 cm hoch und die 40 cm breit. Die Tiefe ist um die 35 cm.

Auf der Oberseite des SHG Brotbackautomat ist eine Klappe, die etwa 4/5 von der Oberfläche einnimmt. In die Öffnung kommen die Zutaten. Auf dem letzten Fünftel ist eine kleine „Tastatur“, welche in schwarz gehalten ist. Hier kann man das jeweils erwünschte Programm wählen und auch die Zeit des Backendes einstellen. Man erkennt leicht die Restdauer der Zubereitung.

Die Technik:

610 W / 230 VGS, CE

Besonderheit des SHG Brotbackautomat: Horizontale Backform mit 2 Knethaken; Backform und Knethaken sind antihaftbeschichtet. Signaltöne für: AN und AUS, Tastenquittierung, Sonderzutatenzugabe, Backende, Warnhinweise. Mikroprozessor kontrolliert: Misch-, Knet-, Gär-, Wirk-, Form-, Back- und Wärmeprozesse.

Stromausfallsicherung: Selbst einen kurzen Stromausfall bis zu 6 Minuten kann der SHG Brotbackautomat überbrücken. Das Programm wird einfach fortgesetzt.

Timer: Programmierbar bis auf knapp 15 Stunden

Mitgeliefertes Zubehör: Messlöffel, Messbecher

Das Backen:

Beginnt man mit dem Backen im SHG Brotbackautomat, wird empfohlen – und das soll man unbedingt beachten - erst die flüssigen Zutaten wie Milch oder Wasser in den SHG Brotbackautomat zu geben. Die Flüssigkeiten sollten möglichst lauwarm sein, nicht aus dem Kühlschrank kommen. Danach kommt das Mehl hinzu (oder die Brotbackmischung je nachdem, wie man Backen möchte, ob mit einem richtigen Rezept oder einer fertigen Brotbackmischung). Dann gibt man die restlichen Zutaten hinzu. Man soll auch darauf achten, dass die Hefe, vorzugsweise Trockenhefe, nicht mit dem Salz in Berührung kommt, weil dann der Teig nicht so gut aufgeht und nicht so locker wird.

Wenn alle Zutaten in dem Behälter des SHG Brotbackautomat sind, dann lässt man ganz einfach die Maschine arbeiten und startet das volle Programm.

Davon gibt es viele unterschiedene Programme und sie sind immer auf das jeweilige Brot optimiert, das man bäckt. So gibt es ein Programm für weißes Brot, für süßes Brot, für Vollkornbrot usw. aber auch für Nudelteig oder Marmelade. Weiter kann man einstellen, wie man die Kruste wünscht: hell, mittel, dunkel. Auch gibt es ein Schnellprogramm, was nicht empfehlenswert ist, da das Brot vom Geschmack her leiden könnte. Es fehlt dem Brot die Zeit, die es braucht, denn das Gerät lässt den Teig sehr lange und sehr oft gehen, knetet wieder und lässt ihn gehen immer wieder, bevor es beginnt mit dem Backvorgang.

Normalerweise dauert es über drei Stunden bis man ein lecker duftendes Brot bei sich auf dem Tisch hat. Und im Schnellprogramm wird dem Ganzen immerhin eine Stunde vorenthalten. Dem Brot fehlt einfach die Zeit, um sich richtig zu entfalten. Das bemerkt man nachher im Geschmack.

Wenn man alle Zutaten in der Backform hat, beginnt der SHG Brotbackautomat zu kneten. Ruckzuck hatte er aus den ganzen Zutaten einen Teig gemengt. Meist heizt sich der Automat erst mal vor, so dass er in Betriebstemperatur kommt, dann knetet er den Teig, lässt ihn ruhen, lässt ich gehen, knetet wieder, gehen lassen, irgendwann wird das Brot auch gebacken und es duftet total lecker nach frischem Brot.

Als man dann irgendwann den ersten Brotduft aus der Küche bemerkt, hat der Automat angefangen zu backen und bald danach war ein helles Weißbrot mit einer mittleren Farbe der Kruste fertig. Man darf erstaunt sein, wie gut das Brot aussah aber auch schmeckt.

Die Zusatzfunktionen:

- Programmwahl mit 10 Programmen - Wahl des Bräunungsgrades - Wahl des Gewichtes - Timer-Funktion

Die 10 Programme sind im Einzelnen: - Normales Brot - Weissbrot - Vollkornbrot - Süsses Brot - Schnellbacken - Hefeteig - Nudelteig - Buttermilch - Marmelade - Nur Backen

Die Brotgrößen:

Backbare Brotlaibe von 750 g, 1.000 g und 1.250 g

Die Sicherheit:

In der Bedienungsanleitung wird ausführlich auf Technik, Funktionsweise, Rezepte und eventuelle Fehler eingegangen. Es bleiben unseres Erachtens keine Fragen offen.

Die Handhabung:

Die Handhabung an sich ist wirklich außerordentlich einfach, das Gerät sollte auf einen ebenen Untergrund stehen und auch nicht auf feuchten Flächen. Weiterhin wäre es vorteilhaft, wenn man das Gerät in einen anderen Raum stellt, nicht unbedingt in die Küche, da dieser SHG Brotbackautomat doch ein paar Geräusche vor allen Dingen Signaltöne von sich gibt.

Als erstes drückt man auf der Taste für: „750g“. Anschließend sucht man sich noch aus, ob die Kruste eher hell oder dunkel werden soll. Danach einfach nur auf „Start“ drücken. Eine kleine, vielleicht hilfreiche Übersicht, wie lange die jeweiligen Back-Phasen ungefähr dauern:

1. Kneten ca.10 min 2. Gehen ca. 20 min 3. Laib formen ca. 3 min 4. Gehen ca. 65 min

Dieser Vorgang dauert also nun um die 1 Stunde und 40 Minuten. Es ist auch möglich seine eigenen Brote zu backen, d. h. dass man alle Zutaten selber zusammenstellt. Für diesen Fall sind zahlreiche Rezepte in der Bedienungsanleitung abgedruckt. Das Problem mit dem Knethaken: Wir machen es immer so, dass wir den Teig kneten lasse, gehen und ruhen lasse, und bevor der Automat anfängt zu backen, nehmen wir den Teig kurz heraus und nehme die Knethacken raus.

Wenn dieser Vorgang vergessen wird, ist nicht weiter schlimm, dann hat man halt Löcher im Brot.

Die LED-Anzeige/Display:

Im LCD-Display enthalten: Programme, Krustenkontrolle, Timer. Auf dem Display erkenne man auch was der Automat gerade macht, ob er vorheizt, knetet, den Teig ruhen lässt oder auch gehen lässt, bäckt oder wärmt.

Die Bedienung war super einfach, steht ja alles auf dem Display.

Das Reinigen:

Der Automat ist leicht zu reinigen. Das Gehäuse wird einfach abgewischt mit einem feuchten Lappen und die Backform wird im Spülwasser abgewaschen, ebenso die kleinen Knethaken. Dieser Behälter ist auch spülmaschinenfest.

Zuletzt der Dauertest für die Haltbarkeit:

Die längliche Form hat zwei Knethaken, alles mit Antihaft-Beschichtung die auch nach rund 15 Monaten Dauereinsatz mit vielen Broten immer noch einwandfrei ist.

Nach dem Einfüllen der Backzutaten wird die Backform recht problemlos in den SHG Brotbackautomat eingesetzt und mittels eines Klappgriffes nach dem Backen wieder herausgenommen. Der Griff könnte etwas stabiler sein.

Die Knetkaken bleiben leider meist in der Form stecken und sind dort regelrecht festgebacken, da sich während des Backvorgangs Teig unter die Knethaken schiebt und sich in deren Hohlraum festsetzt. Eventuell ist das auch ein Grund, wenn sich das Brot so schlecht aus der Form lösen lässt.

Die Bedienungsanleitung

Ein technisches Gerät, hat auch eine Bedienungsanleitung. Sie ist wirklich einfach und verständlich geschrieben, doch jeder hat nicht die Muse, vor jedem Backvorgang erst einmal ein kleines Heftchen zu wälzen, bevor man anfangen kann. Die Anleitung ist knapp aber gerade noch ausreichend.

Geräuscharm ist das Gerät nicht, außer beim Kneten. Außer noch ein bisschen beim Laib formen – sobald die Knethaken zum Einsatz kommen. Ansonsten sind wir sehr zufrieden mit der Lautstärke des SHG Brotbackautomat!

Die Handhabung ist eher durchschnittlich und dem Preis entsprechend.

Fazit:

Die Brotlaibe sind längsformig und familientauglich, große Backform, zwei Knethaken. Aber das Brot kann nicht wirklich überzeugen besonders Vollkornbrot nicht. Beschriftung gut zu lesen, allerdings ist die Folie wenig haltbar.

Tipp 1: - Wenn das Brot schön knusprig werden soll, dann muss man den Laib unbedingt gleich nach Beendigung des Backvorgangs aus dem Behälter nehmen. Es ist zu empfehlen, wenn man es auch anschließend, wenn es abgekühlt ist, in einen Behälter zu tun, wo es frisch bleibt.

Tipp 2: - für Kürbiskernbrot-Liebhaber, empfehlen wir etwas besonderes: Gebt in den Teig eine gute handvoll Kürbiskerne mit hinein, streut dann zu gegebener Zeit noch Kürbiskerne auf die Kruste. Wenn das Brot dann fertig ist, nehmt es aus der Form, belegt es mit zwei Scheiben Gouda und schiebt es zum Überbacken noch mal kurz in den Ofen.

Tipp 3: - Wenn man ein Brot backen möchte im SHG Brotbackautomat, ist es wichtig das Brot in einen geschlossenen Raum zu backen. D.h. Fenster und Türen müssen geschlossen sein, sonst könnte es passieren, dass die Hefe nicht auf geht und das Brot ein einziger Klitsch wird .

Tipp 4: - das Brot gleich aus der Form nehmen, nicht erst wenn es kalt ist (durch Kondenswasser sonst ggf. klebriges Brot). Knethaken besser aus dem kalten Brot entfernen (ergibt kleinere Löcher). Davor die Stelle an denen die Haken sind etwas freikratzen, dann gehen die Haken besser durch die Kruste. Das Brot kann z.B. durch gekochte Kartoffeln, Schinken, Kräuter, Tomaten etc. viel abwechslungsreicher werden.

Bei weiteren Zutaten zur Backmischung immer auf den Wasseranteil achten - wenn das Brot zu nass ist wird es nichts!

Das Brot hängt durch die Knethaken manchmal unten etwas in der Form. Es geht besser raus, wenn man die Halterungen der Haken vor dem Backen mit Pflanzenöl einfettet. Beim Rausschütteln des Brotes die Form mit dem Topflappen an der offenen Seite packen und mit der offenen Seite nach unten mit leichtem Ruck auf den Küchentisch schlagen. D.h. dass die eigenen Hände den „Schlag“ abdämpfen, sich das Brot aber doch sehr gut löst.

Gleich so sollte man darauf achten, dass der Brotbackautomat max. 1.000 g Brot backen kann, auch wenn man nur 750er Brote macht. Sonst ist die Obergrenze bei Vollkornbrot zu schnell erreicht (Roggenmehl und Sonnenblumen-/Kürbiskerne sind schwer).

- Den SHG Brotbackautomat muss man nach jedem Backvorgang reinigen, da sonst der Teig hart wird und wirklich schwer zu reinigen ist.

Besonders an Großfamilien, die einfach viel Brot benötigen ist dieser SHG Brotbackautomat im Preis-/Leistungsverhältnis empfehlenswert.

Die Erfahrung zeigt, dass man immer etwas mehr Wasser nehmen sollte, als auf der Packung angegeben ist. Sonst wird der Teig eher zähflüssig und das Brot erhält nicht die gewünschte Form. Ist das Brot fertig gebacken, sollte man den Deckel noch etwas geschlossen lassen, denn das Brot backt dann noch etwas nach. Kurz und gut: Das Gerät taugt was! Besonders für Familien mit großem Brotverzehr. Aber für Qualitätsbewusste nicht zu empfehlen.

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