Kenwood bm300: Brot, wie man es gerne haben will?

Dieser Kenwood BM300 lässt keine Wünsche offen, wie man an dieser Produktbeschreibung erkennen kann:

550 Watt des Knetmotors Kapazität: 750 g / 1.000 g 3 Krustenbräunungsgrade Außen- und Innengehäuse aus Metall zur optimalen Ausnutzung der Backtemperatur 13 verschiedene Programme für verschiedene Brot- und Teigsorten (auch für Roggenbrote geeignet) und Zeitabläufe (Touch-control-Tastatur), inklusive verlängerter Backzeit und Programm: „Glutenfrei“ Statusanzeige für den Backzyklus Bis zu 12-Stunden-Vorprogrammierung mit Zeit-Option 1 Std. Warmhaltemöglichkeit Programm für Marmeladezubereitung Schnellbackprogramm innerhalb 59 Minuten Sichtfenster, Anti-Haft-Backform Kontrollsignal für Beendigung des Backzykluses mitgeliefert: Messbecher, Messlöffel, Rezepte

Im Lieferumfang des Kenwood BM300 sind: ein Messbecher (insgesamt 250 ml in 10 ml-Einteilungsskala und weiteren Mess-Einheiten) und ein „zweiseitiger“ Messlöffel, mit dem man an dem einen Ende die Menge eines Esslöffels, an dem anderen die eines Teelöffel abmessen kann. Messbecher und -löffel sind aus hochwertigem Kunststoff.

Es gibt natürlich eine Bedienungsanleitung mit umfangreichen Erläuterungen, Tipps und Rezeptvorschlägen.

Die Optik/das Aussehen:

Der Kenwood BM300 hat das gewöhnliche schöne Design und auch seine Farbe weiß/grau ist sehr gefällig.

Die Technik:

550 Watt Leistung des Knetmotors.

Das Backen:

Wir könnten endlich losgehen, ein letzter Handgriff ist noch zu tätigen, nämlich den Startknopf drücken. Ab jetzt läuft alles automatisch bei dem Kenwood BM300.

Neugierig wie man so ist beim ersten Mal, beobachtet man natürlich schon, was da im Inneren so abgeht durch das großzügige Sichtfenster.

Zunächst setzt der Knetvorgang ein um die Zutaten zu vermengen. Da sollte man schon darauf achten, dass der Teig nicht am Behälterrand kleben bleibt und falls er das tut, soll man ein wenig mit dem Teigschaber nachhelfen. Immerhin muss ja der gesamte Teig gut durchmischt werden.

Kurz vor Knetende ertönt ein Signal, was bedeutet, nun hat man noch die Möglichkeit irgendwelche Zutaten hinzuzufügen, die man eventuell noch gern in seinem Brot haben möchte.

Dann ist der Zeitpunkt gekommen an dem der Teig aufgehen soll und man ihn in Ruhe lassen muss. Auf Wunsch kann diese Gehzeit um bis zu 20 Minuten durch Drücken einer Taste verlängert werden, der Zeitpunkt zum Verlängern wird durch einen Piepton bestätigt. Diese Option ist natürlich nur bei Backprogrammen verfügbar, bei denen die Verlängerung auch Sinn macht.

Auch der anschließende Backvorgang kann ebenfalls um bis zu 20 Minuten verlängert werden.

Das alles so verläuft wie es vorgesehen ist, kann man im Bedienfeld des Kenwood BM300 beobachten. Ein Statusbalken zeigt immer an, was das Gerät gerade unternimmt, ob es vorheizt, knetet, den Teig aufgehen lässt, ihn backt oder warm hält, man kann es jederzeit nachvollziehen.

Aber auch die Restlaufzeit des Programms wird in Stunden und Minuten im Display angezeigt.

Natürlich könnte es passieren, dass man mal versehentlich das Gerät abschaltet, bei Steckdosen die man über einen Schalter ausschaltet, ist das schon mal möglich. Dieser Brotbackautomat verfügt über einen Stromunterbrechungsschutz von 5 – 8 Sekunden. Ist der Stromfluss allerdings länger unterbrochen, sind alle Einstellungen gelöscht und man muss entsprechend von vorne anfangen, sofern der erreichte Backstatus das noch zulässt. Wie lange das Brotbacken letzten Endes dauert, ist von den vorher getätigten Einstellungen abhängig.

Die Zusatzfunktionen:

Dort kann man die verschiedenen Zubereitungsprogramme einstellen, wie z.B.:

Weißbrot,
Weißbrot (schnell) / Backmischungen,
Vollkornbrot,
Vollkornbrot (schnell),
Glutenfreies Brot,
Süßes Brot,
Französisches Brot,
Kuchen,
Marmelade,
Backzyklus,
Teig,
und das Schnellbackprogramm.

Aber bei verschiedenen Programmen, wie z.B.: „Teig“, „Schnellbacken“, „glutenfrei“ und „Marmelade“ ist das nicht zu empfehlen.

Ein paar Zeitangaben für Zubereitungen wären:

Programm 1: Weißbrot: 750 g, hell: 2 h: 55 min. 1000 g, dunkel: 3 h: 20 min.
Programm 2: Weißbrot (schnell)/Brotbackmischungen, 750 g: 2 h:13 min. 1000 g: 2 h:15 min.
Programm 3: Vollkornbrot 750 g, hell: 4 h 1000 g, dunkel: 4 h:25 min. Programm 4: Vollkornbrot (schnell) 750 g: 2 h:45 min. 1000 g: 2 h:48 min. Programm 5: Glutenfreies Brot: 2 h:40 min. Programm 6: Süßes Brot 750 g, hell: 3 h:10 min. 1000 g, dunkel: 3 h:45 min. Programm 7: Französisches Brot 750 g: 3 h:45 min. 1000 g: 3 h:50 min. Programm 8: Kuchen: 1 h:30 min. Programm 9: Marmelade: 1 h:20 min. Programm 10: Backzyklus: 1 h:20 min. Programm 11: Teig: 1 h:20 min. Programm 12: Schnellbackprogramm: 0 h:59 min.

Beinhaltet sind die Zeiten für das Kneten und Aufgehen des Teiges enthalten.

Die Brotgrößen:

für Brote von 500 – 1.000 g geeignet

Die Handhabung:

Was wir ganz toll finden, ist das großzügige Sichtfenster. Damit kann man zu jeder Zeit während des Backens einen kritischen Blick auf das Brot werfen, ohne das dabei Backtemperatur verloren geht.

Innen findet man eine antihaftbeschichteten Backform, welche für Brote von 500 – 1.000 g geeignet ist. Selbstredend kann man sie herausnehmen, genauso wie den Knethaken.

Die Bedienung ist sehr einfach

Nachdem wir das passende Rezept ausgesucht haben, gelangen die Zutaten nach der Reihe in den Backbehälter. Natürlich sollte man sich schon an die Reihenfolge halten.

Nach dem Befüllen der Backform, setzen wir den Backbehälter vorschriftsmäßig in den Backautomaten hinein und wähle anschließend am Bedienfeld das dazu passende Backprogramm aus.

Durch Drücken einer Taste geschieht dies. Je nachdem welches Programm man nutzt, so oft muss man nun diese Taste drücken. Im Klartext heißt das, Programm 10 bedeutet 10 maliges Drücken der Taste.

Als Hilfe findet man am Bedienfeld die entsprechenden Nummern für die jeweiligen Programme und damit auch wirklich nichts schief laufen kann, erscheint natürlich auch auf dem Display die entsprechende Programmnummer.

Jetzt noch die gewünschte Größe des Brotes (500 g / 750 g oder 1000 g) und den gewünschten Bräunungsgrad z.B. hell, mittel oder dunkel einstellen und das Brotbacken könnte beginnen.

Den Zubereitungsvorgang im Kenwood BM300 kann zudem auch verschoben werden, denn dieses Gerät verfügt auch über eine Timerfunktion, mit der ich den Backbeginn um bis zu 15 Stunden auf einen späteren Zeitpunkt verlegen könnte.

Die LED-Anzeige/Display:

Über ein übersichtliches Bedienfeld nimmt man die notwendigen Einstellungen vor. Alle notwendigen Einstellungen kann man an einem einfachen leicht zugängliches Bedienfeld vornehmen, denn es befindet sich oben auf diesem Kenwood BM300.

Das Reinigen:

Das anschließende Säubern ist gar kein Thema. Die Backform und der Knethaken sollten keinesfalls in der Spülmaschine gereinigt, schon wegen der Teflonbeschichtung.

Man füllt in die Form nach dem Backen einfach nur ein wenig warmes Wasser, gibt ein bisschen Spülmittel dazu und lässt es etwas einweichen. Anschließend kann man mit einem weichen Spültuch alles ganz einfach auswischen. Das gleiche gilt für den Knethaken.

Der Innenraum des Kenwood BM300 ist ebenfalls leicht zu säubern, falls er mal schmutzig werden sollte. Krümel kann man auch mit dem Handstaubsauger entfernen.

Zuletzt der Dauertest für die Haltbarkeit:

Man benötigt schon einige Zeit, um all diese Programme zu testen und man muss selbst herausfinden, welche Programme man mag.

Zusammengefasst ist die Handhabung gut.

Die umfassende und komfortable Bedienungsanleitung ist für jedermann leicht verständlich. Vielen enthaltene Backtipps und Rezepte sind natürlich auch immer sehr nützlich.

Man sollte sich auf jeden Fall an die Rezepte und alle Vorgaben halten und auch jede Zutat zufügen, wenn man mit dem Ergebnis zufrieden sein möchte.

Fazit:

Der Kenwood BM300 ist sehr einfach zu bedienen, zu säubern und funktioniert einwandfrei. Sein Knetwerk ist äußerst robust und hat schon so manches Wunder verbracht, vor allem wenn der Teig etwas zäh ist, wie z.B. bei Vollkornbrot.

Heute – nach häufigen Gebrauch – sieht er noch genauso aus, wie am ersten Tag. Die Pieptöne erklingen laut und deutlich, sodass man sie auch außerhalb der Küche noch vernehme. Kurz und bündig: Wir sind rundherum zufrieden mit diesem Gerät. Es ist alles einfach zu bedienen, funktioniert störungsfrei und man hat am Ende köstliche Backwaren, bei denen man weiß, was drin ist.

Der Knetmotor ist sehr robust und hat Experimente mit Buchweizenmehl ohne Schaden verkraftet – das will was heißen. Zu viel von diesem Mehl und der Teig wird schrecklich zäh. Entgegen unserer Befürchtung hat das Knetwerk aber nicht nur keinen Schaden genommen, sondern hat es sogar geschafft, alles bestens durchzukneten. Wer schon mal Erfahrung mit Buchweizenmehl gemacht hat weiß, was das heißt.

Die Teflonbeschichtung ist sehr widerstandfähig und hat den häufigen Gebrauch bisher unbeschadet überstanden. Auch von außen sieht das Gerät aus wie am ersten Tag.

Die Signaltöne des Kenwood BM300 erklingen laut genug, so dass man sie auch außerhalb der Küche hört aber wiederum nicht so penetrant, dass das ganze Haus gestört wird. Sie klingen im erforderlichen Maße durchdringend, sind aber keine Belästigung des menschlichen Gehörs.

Auch die komfortable und umfassende Bedienungsanleitung ist positiv aufgefallen. Das 52 Seiten starke DIN-A-5-Heft erläutert die Handhabung in einfachen, leicht nachvollziehbaren Schritten und zudem in einwandfreiem Deutsch. Als absoluter Backanfänger ist man für die allgemeinen Backtipps besonders dankbar. Für Kunden, die bisher im Backofen gebacken haben, gibt es Tipps, wie sie ihre Rezepte auf die besonderen Gegebenheiten eines Brotbackautomaten umrechnen können. Zu jedem Backprogramm wird mindestens ein Grundrezept zum Ausprobieren angeführt. Abgerundet wird das Ganze durch eine Aufzählung möglicher Fehler und deren Ursachen, insbesondere bei suboptimalen Backergebnissen. Insgesamt ist das Anleitungsheft gut durchdacht und beleuchtet den Rapid Bake konsequent aus der Perspektive des Benutzers.

Wenn das Backergebnis nicht zur Zufriedenheit ausgefallen ist, sollte man übrigens die Grund nicht voreilig beim Kenwood BM300 suchen nach dem Motto: „kann der Bauer nicht schwimmen, ist die Badehose schuld“. Bei den meisten Fällen liegt es an der Experimentierfreudigkeit des Nutzers, oder weil man anfänglich z.B. die Tatsache unterschätzt hat, dass auch scheinbar belanglose Zutaten wie Salz, Zucker oder Essig das Aufgehen der Hefe beeinflussen, weshalb die im Rezept angegebenen Mengen akkurat eingehalten werden müssen. Andernfalls hat das Brot nachher Mulden, Buckel etc….

Wenn solchermaßen Klippen umschifft sind, hat man aber die köstlichsten Backergebnisse. Man kann die Chance nutzen, auf diese Weise einigermaßen kostengünstig an Bio-Backwaren zu kommen. Das Mehl dafür kann man entweder fertig kaufen oder sich in einem Bio-Laden aus dem jeweiligen Getreide mahlen lassen.

Pro: solide; robust; zuverlässig; ansprechendes Design. Zudem gutes Gelingen; leckeres Brot; einfache Handhabung; gute Bedienungsanleitung, sehr einfach zu bedienen, liefert tolle Ergebnisse.

Kontra: eher „durchschnittlich“ zu bewerten.„Großes, teures Gerät; Programm für glutenfreies Backen; ordentliche Backresultate (ausgenommen im Schnellprogramm); englische Bedienblende ist mit deutschsprachiger Folie zu überkleben.“

Und diese Geräte könnten Sie außer dem Kenwood BM300 interessieren:

Der Kenwood Brotbackautomat bringt die Funktion Umluft ins Spiel.Kenwood BM450 Brotbackautomat, 780 Watt „Rapid bake“ und die Details des Brotbackautomat Kenwood BM 450.

Kenwood BM350: Innovativer Brotbackautomat Kenwood mit Umluftfunktion und die Details des Kenwood BM 350.

Vom Kenwood BM300 zum Kenwood BM450
Vom Kenwood BM300 zum Brotbackautomatprofi