Brotbackautomat Unold Extra 68511: Ein Großes oder zwei Kleine?

Brotbackautomat Unold Extra 68511: Ihre Kinder mögen am liebsten Weißbrot, Sie aber lieber herzhaftes Vollkornbrot zum Frühstück? Bei den meisten Brotbackautomaten muss man sich jetzt entscheiden, welche Brotsorte pünktlich zum Frühstück frisch gebacken auf den Tisch kommen soll. Mit dem Brotbackautomat

Unold Extra 68511 werden diese Entscheidungen überflüssig – der kann nämlich zwei Brote gleichzeitig backen. Alternativ bäckt er auch ein großes Brot von maximal 1.800 g. Neun vordefinierte Programme hat der Brotbackautomat Unold Extra 68511 zu bieten. Zusätzlich kann ein individuelles Eigen-Programm gespeichert werden. Die Backform ist antihaftbeschichtet. Das erleichtert nicht nur die Reinigung. Einstellungen und Programmablauf können am beleuchteten Display abgerufen werden. Für Neurierige hat der Brotbackautomat Unold Extra ein großes Sichtfester, durch das der Backstatus immer beobachtet werden kann.

700 W, 230V~, 50 Hz 9 gespeicherte Programme. 1 individuelles Eigenprogramm. Zeitwahltaste, bis zu 13 Stunden vorprogrammierbar. Wahltaste für 3 einstellbare Bräunungsgrade Präzise Angabe des Programmablaufs über beleuchtetes LCD-Display. Doppelkneter mit Recht-/Linkslauf. Zahnriemenantrieb. Quantanium-Antihaftbeschichtung. Großes Sichtfenster Maße 41,0 x 22,0 x 34,0 cm ( L x B/T x H). Besonderheit: 2 Backformen: wahlweise 1 großes oder 2 klein Brote, wahlweise für Brotgewichte 750-1.800 g.

Zubehör: 1 Einzelbackform, 1 Doppelbackform, 2 Kneter klein, 2 Kneter groß, Messbecher, Messlöffel, Hakenspieß.

Die Optik/das Aussehen:

Farbe: Weiß. Maße 41,0 x 22,0 x 34,0 cm ( L x B/T x H).

Unold-electro 68511 Backmeister Extra

Die Technik:

Technik, die begeister. Doppelkneter mit Recht-/Linkslauf. Zahnriemenantrieb.

Das Backen:

Der Brotbackautomat Unold von UNOLD AG, ist absolut vielseitig. Ob ein großes Brot oder zwei kleine mit unterschiedlichen Backmischungen herstellen wollen, im Brotbackautomat Unold Extra 68511 gelingt alles bis zu 1.800 Gramm Brotgewicht. Die ausgefeilte Technik mit 9 Programmen und einem individuellen Eigenprogramm macht es möglich.

Sein starker Motor überträgt seine Kraft per Zahnriemenabtrieb an den Doppelkneter. Er mischt und knetet die Zutaten mühelos im Rechts-/Linkslauf – solange bis ein perfekter Teig entsteht.

Da ein Brotbackautomat aber nur an den Seiten heiß wird, darf man keine zu dunkle Oberseite erwarten. Mit der Zeit, wenn der Automat sich eingebacken hat, wird ein Roggenbrot zwar auch oben angenehm in der Farbe, einem Bäckerbrot ähnelt es aber nicht. Man kann 20 Minuten vor dem Backzeitende die Form noch zum Nachbäunen in den Ofen stellen, das halte ich aber für glatte Energieverschwendung.

Ich hole den Backmeister aus dem Regal und stelle ihn auf den Küchentisch - Stecker in die Steckdose, große Backform richtig einsetzen, bis die Rührvorrichtung einrastet (Klick). Die 2 großen Knetflügel schmiere ich jeweils dick mit Margarine ein und setze jeden auf einen der 2 Positionsstäbe. Für die 2 Aurora-Pakete gieße ich nun 680 ml kaltes Wasser in die Form, gebe etwas Salz hinzu (ich mag es salzig) und schütte den Inhalt beider Backmischungen einfach obenauf. Deckel zu, Gerät am seitlichen Schalter anschalten und Programm wählen. Voreinstellung: Basis, Bräunung Mittel, Brotgewicht Stufe II - alles schon fast perfekt, aber ich hätte gern eine möglichst dunkle Kruste, also Bräunung antippen, bis der Pfeil auf Dunkel steht.

Die Backzeit wird nun im Display mit 3 Stunden und 30 Minuten angegeben, aber natürlich wird das Brot nicht die ganze Zeit gebacken. Zunächst wärmt der Backmeister alle Zutaten auf Zimmertemperatur an, dies kann man nicht umgehen und tut der Hefe sehr gut, also Geduld. Nach diesen 20 Minuten werden die Zutaten durch beide Knetflügel sorgsam miteinander verrührt - etwa 3 Minuten lang, wird der Teig 2 Minuten rechtsherum und 13 Minuten im fliegenden Wechsel (Rechts-/Linkslauf) geknetet. Danach ruht der Teig 45 Minuten und das Signal zum Hinzufügen der eventuell gewünschten zusätzlichen Zutaten ertönt. Wie gesagt, es ist leider nicht abzustellen und kann nerven, zumal ich im Landbrot ganz sicher nichts anderes haben möchte, als Mehl, Gewürze und Wasser. Eine Minute lang wird der Teig nun geglättet und der Backmeister beginnt, ein bisschen warm zu werden. Er erwärmt sich auf etwa 25 Grad und, so kuschelig temperiert, ruht der Teig weitere 45 Minuten - er geht. Spätestens 20 Minuten vor Ablauf dieser Gehzeit sollte man unbedingt die Knetflügel aus dem Teig ziehen, was mit dem beigefügten Hakenspieß ganz einfach gelingt - reinpieksen, Widerstand suchen und gerade nach oben heraus ziehen - geschafft. Deckel wieder schließen und abwarten. Nach 45 Minuten Gehzeit beginnt der eigentliche Backprozess und nach weiteren 62 Minuten ist mein riesiges, lochfreies Landbrot fertig.

Da Brotbackautomaten die Hitze nur von der Seite aus an den Teig abgeben, sind die darin gebackenen Brote meist obendrauf etwas heller als die, die man vom Bäcker nebenan gewöhnt ist. Nach 3-5 Backvorgängen, also wenn der Backmeister so richtig eingebacken ist, ist die Kruste eines Roggenbrotes aber angenehm dunkel, wenn auch nicht perfekt gefärbt. Knusprig ist die Kruste aber rundherum, das reicht mir. Wer das Brot jetzt noch nicht aus der Form holen will hat Glück, der Backmeister wärmt das Brot noch 60 weitere Minuten, dann kühlt er gänzlich ab.

Von außen wird er nicht sehr heiß, so dass ich ihn gleich nach Entnahme der Backform wieder in mein Regal stellen kann - somit ist er sofort aus dem Weg. Die Backform ist natürlich richtig heiß, also bitte Topflappen verwenden. Ich lege die Form nun auf ein Abkühlgitter und drehe die Rührpinümsel an der Unterseite der Backform einmal komplett herum (rechts, links, einmal rum, widebumm) und hebe die Form leicht an. Sanft rutscht jedes Brot aufs Abkühlgitter. Mit den Topflappen stelle ich das Brot auf seine Unterseite (da sind 2 kleine Löcher zu sehen, die beim Aufschneiden in Scheiben aber gar nicht ins Gewicht fallen, da das Brot heiß aus der Form fällt und sich der Teig noch schließt) und bepinsle oder besprühe das Brot sofort mit kaltem Wasser, damit die Kruste hinterher lecker glänzt.

Die Zusatzfunktionen:

Außerdem ist die Backform Quantium-antihaftbeschichtet.

Die Brotgrößen:

Das Novum sind die 2 Backformen: wahlweise 1 großes oder 2 klein Brote, wahlweise für Brotgewichte 750-1.800 g.

Die Sicherheit:

Der Brotbackautomat Unold 68511 hat leider wärmeisoliertes Gehäuse

Die Handhabung:

Die Bedienung des Brotbackautomat Unold 68511 ist kinderleicht, die beigefügte Bedienungsanleitung voller Tipps und Hinweise. Sie beinhaltet viele Rezepte (auch für Brote mit DIAMANT-Brotbackmischungen) und eine Reihe von möglichen Behebungsvorschlägen bei kleinen Fehlern. Die Backformen sind speziell beschichtet und das Brot löst sich nach dem Backen ganz leicht heraus: Nur einmal kurz die Stifte für die Knethaken an der Unterseite der Backform drehen, die Form sanft stürzen und jedes Brot rutscht dem Abkühlgitter entgegen.

Um die 3. Gehzeit des Teiges nicht zu verpassen, muss man sich so etwas wie eine Eieruhr stellen, damit man die Knethaken rechtzeitig aus dem Teig ziehen kann. Ein mit Haken eingebackenes Brot wird zerrissen und wird damit unansehnlich. Die Scheiben in der Mitte kann man niemandem anbieten, also muss diese Aktion zwischendurch unbedingt sein. Hier würde ein akustisches Signal wirklich sehr hilfreich sein um den richtigen Zeitpunkt nicht manuell berechnen zu müssen.

Das Display ist nur nach dem Einschalten kurz beleuchtet. Auch während der Programmierung. Danach leider nicht mehr, was sehr schade ist, denn die Gehzeiten werden in so kleinen Zahlen angezeigt, die kaum erkennen kann. Ohne Licht schon gar nicht.

Die akustischen Signale, die das Gerät ausgibt, wenn man Zutaten einfüllen könnte, wenn das Brot fertig ist, sind ziemlich laut und fast nicht zu überhören. Bei einer Programmierung mit Timer am Abend für das frische Brot am nächsten Morgen kann das sehr nervig sein.

Neben Brot kann man mit dem Brotbackautomat Unold 68511 auch Hefeteig, Teig mit Backpulver (Mürbteig) oder auch frische Marmelade zubereiten. Alles einfach und mit Geling-Garantie. Auch mit schwerem Sauerteig oder Vollkornmehl wird der Brotbackautomat Unold spielend fertig. Hierfür empfehlen wir allerdings die große Form, da 2 Knethaken für ein besseres Ergebnis sorgen. In die große Form kann man bedenkenlos 750 g Mehl oder mehr geben, die Form fasst das und das Brot ist wirklich einwandfrei.

Man kann problemlos mit Fertigbackmischungen über 11 Stunden vorprogrammieren, wo die Hefe schon drin ist, das Brot ist immer von gleich guter Qualität.

Der Brotbackautomat Unold 68511 ist auch nicht sehr laut, das Kneten muss nur einmal sein und geht leider nicht geräuschlos. Schade ist, dass das Gehäuse nicht isoliert ist, denn er wird ziemlich warm.

Gerade für große Familien ist das Gerät ideal, da einmal ein großes Brot (bis 1.800 g)gebacken werden kann und auch gleichzeitig zwei kleine Brote (bis 750 g).

Schön ist die Möglichkeit, individuelle Programme selbst zu erstellen, denn Kuchenfertigmischungen gelingen nicht mit dem Standardprogramm für Kuchen. Sie werden alle unten schwarz. Durch eine Backzeitverkürzung um 20 Minuten erreicht man annähernd bekömmliche Kuchen. Um dem Brot eine ansehnlichere Kruste zu geben, kann man nach dem Backen das Brot gleich herausnehmen und auf der oberen Seite mit Wasser bestreichen.

Während des Backens beschlägt das Sichtfenster.

Die Backwaren erhalten unten, bedingt durch die Heizspirale unter der Form, eine sehr dicke dunkle Kruste. Es gibt zwar eine Warmhaltefunktion, die das Brot zwar warm hält, die Kruste dadurch jedoch immer dunkler und dicker wird.

Durch die angegebenen Mengen in den Rezepten der Bedienungsanleitung erhält man leider nur Brote von feste (keine lockeren) Konsistenz. Das Backwerk sieht aus, als wäre es nicht richtig aufgegangen und am zweiten Tag ist das Brot leider „alt“.

Die LED-Anzeige/Display:

Am meisten hätte uns ein gut beleuchtetes Display gefreut. Denn der Brotbackautomat Unold 68511 Backmeister Extra beleuchtet das Display, während er programmiert wird, und beim Einschalten und das war's dann leider auch.

Das Reinigen:

Die Knethaken gebt man nach der Benutzung in die Spülmaschine, die Formen putzt man nur mit einem feuchten Spültuch kurz aus. Alle 2 Wochen eine Vollreinigung in der Geschirrspülmaschine reicht völlig aus. Bei jedem Spülgang leidet die Beschichtung, wie auch bei herkömmlichen Brotformen.

Zuletzt der Dauertest für die Haltbarkeit:

Die Beschichtung der Form und der Knethaken ist besonders empfehlenswert im Vergleich zu anderen. Das Brot flutscht nur so vom Haken.

Mit den zwei Backformen, die man für 2 kleine Brote einsetzen kann, macht das Ganze noch mehr Spaß. Man kann mit beiden Formen backen und die kleinen Brote verschieden gewürzt, z. B. mit Zwiebeln und Kräutern.

Zusammengefasst ist die Handhabung gut.

Laut Bedienungsanleitung kann man bei der Unold AG alles Zubehör nachkaufen, falls doch etwas kaputt gehen sollte. Das ist ein großes Plus gegenüber mancher No-Name Ware. Der neue Backmeister Extra ist zur Zeit so ziemlich der einzige Automat, der mit 1.800 g Teig klar kommen kann.

Fazit:

Wenn man über das nur mäßig beleuchtete, kleine und zeitlich begrenzte Display hinwegsehen kann und auch das ständige Piepsen nicht sehr stört kann man den Brotbackautomat Unold 68511 wohl uneingeschränkt empfehlenswert. Dazu kommt die große Flexibilität des Automaten, was wohl auf dem Markt eine große Seltenheit hat. Wer Familien versorgen will, kommt an diesem Brotbackautomat Unold 68511 nicht vorbei.

Vorteile: Schnell, einfach, sauber, problemlos Teig, Brot UND Marmelade machen, Spart jede Menge Geld und Energie Nachteile: Schlechtes Display

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