Hält der Brotbackautomat Quigg was er verspricht?

Ausstattung des Brotbackautomat Quigg CBM 2000

Dieser Brotbackautomat Quigg verfügt über 11 verschiedene Standardprogramme, wie alle Geräte im Preissegment bis ca. 75,00 € und kann neben den gängigen verschiedenen Brotsorten, wie Graubrote mit/aus Sauerteig und Brote aus Backmischungen oder selbst kreierten Rezepten auch zum kochen von Marmelade verwendet werden, was wir aber noch nie ausprobiert haben. Im täglichen Einsatz bei uns kommen lediglich zwei Programme, nämlich „Normal“ und „Weißbrot“ zum Einsatz, was bisher immer tadellos geklappt hat.

Auf eine ausführliche Wiedergabe der Bedienungsanleitung, die übrigens sehr verständlich, gut strukturiert und über allerlei hilfreiche Tipps verfügt, verzichte ich nun mal, um hier nicht den Rahmen des üblichen zu sprengen.

Die Technische Daten

10 verschiedene Programme, 85 Programmvarianten 230V ~ 50 Hz, 850 Watt TÜV geprüft

Mit im Lieferumfang des Brotbackautomat Quigg

Zusätzlich zum eigentlichen Brotbackautomat Quigg gibt es: Ein Plastik- Messbecher für max. 350 ml Flüssigkeit, den man auch für andere Einsätze nutzen kann, ein Messlöffel mit den Maßeinheiten Teelöffel und Esslöffel, ein kleiner Holzspatel mit dem die Knethaken aus dem Brot gelöst werden können, ein Gebrauchsanleitung, die leicht und verständlich die Handhabung des Brotbackautomaten erklärt.

Die Optik/das Aussehen:

Ziemlich wuchtig erscheint der Brotbackautomat Quigg mit den Maßen von ca. 40x30x30 cm. Das Gerät ist ganz weiß gehalten, hat an den Seiten Lüftungsschlitze, die unbedingt immer freigehalten werden sollten. Geöffnet wird es oben mit einem Deckel, der ca. 2/3 der Fläche einnimmt, 1/3 übernimmt das Bedien- und Kontrollfeld.

Wirft man nun einen Blick in den „Kasten“ erkennt man die Teflon-Backform, die mit 2 Knethaken (ebenfalls aus Teflon) ausgestattet ist. Da das Gerät 2 Knethaken hat, ist von großem Vorteil, weil dadurch der Teig nicht in einer Ecke der Form hängen bleibt und besser durchgeknetet wird.

Durch leichtes kurzes Drehen der Backform, kann man die Form herausnehmen und erkennt im Gerät die Heizstäbe und die Antriebswelle. Man sollte die Form immer vor dem Füllen des Gerätes herausnehmen, um eine Verschmutzung des Gerätes vermeiden zu können.

Der Deckel hat ein Sichtfenster, in dem man den Back- und Knetvorgang beobachten kann.

Die Technik:

Wählbar sind 10 Grundprogramme für verschiedene Brotsorten, Marmeladenherstellung, nur Teig kneten oder nur Brot oder Kuchen backen. Zusätzlich kann bei den meisten Backprogrammen der Bräunungsgrad eingestellt werden und die Brotgröße. Mit dem Timer kann der Brotbackautomat Quigg in 10er Schritten bis zu 15 Stunden vorprogrammiert werden.

Das Backen:

Der betriebsbereite Brotbackautomat Quigg mit lauwarmem Wasser befüllen. Danach gibt man 500 g der Backmischung hinzu und schließt den Deckel des Gerätes. Jetzt muss man nur noch im Menü des Brotbackautomaten die richtige Brotgröße auswählen - hier 750 g - plus den gewünschten Bräunungsgrad, wobei die Standardeinstellung „mittel“ meistens die beste ist. Durch einen einzigen Knopfdruck auf „Start“ beginnt der Vorgang und nach ca. 3 Stunden zeigt ein unüberhörbarer Piepton an, dass jetzt ein duftendes Brot aus dem Brotbackautomat Quigg entnommen werden kann. Dieser Ablauf geschieht einfach dadurch, dass die eigentliche Backform an einem Bügel mit leichtem Zug aus der Verankerung gelöst wird und kopfüber umgestülpt wird. Ab und zu ist es nötig die Backform leicht auf die Arbeitsplatte aufzuklopfen, um das fertige Brot aus der Backform lösen zu können. Nun werden mit dem mitgelieferten Haken die Knethaken herausgezogen. Nach ca. 60 Minuten Abkühlphase ist das Brot zum Verzehr bereit.

Allerdings gibt es eine Tatsache, die bei diesem Quigg Brotbackautomat erheblich stört. Das sind die Knethaken. Diese beiden Haken, mit denen der Teig zubereitet wird, verbleiben beim Backvorgang im Behälter und backen regelrecht in das Brot ein. Zitat aus der Bedienungsanleitung: „Das fertige Brot können sie aus dem Behälter lösen, indem sie ihn kopfüber halten und leicht schütteln.“

Das Brot hat keine so schöne Kruste wie die vom Bäcker. Die Krustenseiten sind meistens unterschiedlich hell und werden vor allem schnell lasch.

Zusatzfunktionen:

Zusätzlich kann bei einigen Programmen der Bräunungsgrad eingestellt werden und die Brotgröße. Mit dem Timer kann das Gerät in 10er Schritten bis zu 15 h vorprogrammiert werden. Man sollte das fertige Brot jedoch nicht länger als 60 Min. im Automaten lassen, da es durch Wärme und die dadurch entstehende Luftfeuchtigkeit, aufweichen könnte. Zusätzlich wird eine Marmeladenherstellung angeboten.

Der Brotbackautomat Quigg ist mit einem Stromspeicher ausgerüstet, bei einem Stromausfall bis max. 6 Minuten wird das laufende Programm problemlos fortgesetzt.

Brotgrößen:

Man hat die Möglichkeit mit den 10 verschiedenen Programmen für 85 Programmvarianten und er ist für Zutaten bis max. 1.250 g geeignet.

Sicherheit:

Um das Gerät zu aktivieren, steht natürlich auch der Netzstecker zur Verfügung. Es hat zusätzlich noch einen Netzschalter.

Die Handhabung:

Die Gebrauchsanweisung ist sehr gut verständlich und erklärt alles was beim Brotbacken mit diesem Gerät von Bedeutung ist sehr gut. Es gibt selten Bedienungsanleitung, die so knapp, aber dabei doch so effektiv, kurz und bündig ist. Nach diesen Hinweisen und dem Durchlesen der Backanleitung auf der fertigen Brotbackmischung sollte es endlich losgehen. Die einzelnen Arbeitsschritte, wie Rühren, Kneten, Gehen, erneutes Kneten und Ruhen und natürlich das anschließende Ausbacken, die der Brotbackautomat vollkommen automatisch durchführt sind natürlich recht komplex. Fakt ist, es gelingt immer, wobei der Hausbäcker nur drei wichtige Details wirklich beachten und beherzigen muss:
1. Das Wasser muss exakt abgemessen werden und muss lauwarm sein
2. Beim Gehen des Teiges sollte man es Vermeiden den Deckel zu oft zu öffnen, um den Gehvorgang nicht negativ zu beeinflussen.
3. Die Backform und die Knethaken müssen penibel sauber sein.

Der gesamte Arbeitsaufwand beträgt beim Brotbacken mit Hilfe einer Backmischung inkl. Reinigung des Gerätes höchstens 5 Minuten. Dank des eingebauten Timers mit einer Zeitvorwahl von bis zu 13 Stunden kann man den Brotbackautomat Quigg sogar schon abends mit den Zutaten befüllen um morgens pünktlich zum Frühstück durch den Duft eines frisches Brotes geweckt zu werden. Mit der Timerfunktion kommt es manchmal zu Qualitätseinbußen hinsichtlich der Lockerheit des Brotes, weil schon der Reaktionsprozess der Hefe einsetzt, ohne dass die Zutaten ausreichend miteinander vermischt wurden.

Über das Bedien- und Kontrollfeld können über die Menütaste die 10 Programme abgerufen werden. Zusätzlich kann man noch die Brotgrößen (klein, mittel und groß ) und den Krusten-Bräunungsgrad, ob hell, mittel oder dunkel, einstellen. Mit der Start/Stopp wird das Programm gestartet aber auch unterbrochen. Das Bedienfeld ist besonders übersichtlich gestaltet und man erkennt sofort anhand einer Markierung, welches Programm man gewählt hat bzw. welcher Arbeitsschritt zur Zeit aktiv ist: Kneten, Gehen, Ruhen, Backen usw.... Gleichzeitig erkennt man wie lange das Brot bis zur Fertigstellung braucht.

Mit dem Brotbackautomaten kann man viele Brotsorten und andere Spezialitäten zubereiten. Die Bestandteile sollten allerdings genauestens abgemessen werden, weil sonst evtl. etwas herausbekommt, was man nicht haben möchte.

1 = Basis: Dieses Programm wird für Weiß- und Mischbrote verwendet, die hauptsächlich aus weißen Mehlen (Weizen und Roggen) bestehen.

2 = Weißbrot: Für Brote aus weißem, fein gemahlenem Mehl nach französischer Art und leichte Brote mit knuspriger Kruste.

3 = Vollkornbrot: Für Brote mit hohem Anteil an Weizenvollkorn- und Roggenvollkornmehl. Diese Brote werden schwerer und kompakter als helle Brote.

4 = Süßes Brot: Für Gebäck, Kuchen oder süßes Brot und für Rezepte mit zusätzlichem Zucker, Rosinen oder Schokolade kann dieses Programm verwendet werden.

5 = Schnell: Verwendet wird dieses schnelle Programm um Brot in der Hälfte der gewöhnlichen Zeit herzustellen.

6 = Teig kneten: Um Hefeteig für Zöpfe oder Brötchen ohne Backphase herzustellen.

7 = Nudelteig, geeignet, um Teig für Nudeln zu kneten. Hier entfällt auch die Backphase.

8 = Joghurtbrot: Für Brote, die mit Joghurt oder Buttermilch hergestellt werden.

9 = Marmelade. Mit Hilfe dieses Programms kann man ganz einfach Marmelade zubereiten.

10 = Backen. Mit diesem Programm backt der Brotbackautomat ausschließlich, ohne vorher den Teig zu kneten oder gehen zu lassen. Ebenfalls kann man evtl. nicht ganz ausgebackenen Brotes Nachbacken.

Nach dem Ende des Backvorganges ertönt erneut ein Signalton und das Gerät schaltet für 60 Minuten in den Warmhaltemodus. Empfehlenswert ist das nicht. Besser ist es die Form mit dem Brot sofort aus dem Gerät zu nehmen und nach kurzer Zeit das Brot aus der Backform zu lösen, sonst bildet sich Wasser und das verdirbt doch etwas das Endergebnis.

Empfohlen wird bei diesem Brotbackautomat Quigg nur Trockenhefe zu verwenden.

Das Reinigen:

Die Backform und die Knethaken sind bei diesem Gerät Teflon beschichtet und lassen sich ganz einfach mit einem feuchten Lappen reinigen, wobei noch nicht einmal der Einsatz von Spülmittel erforderlich ist. Den Behälter einfach mit lauwarmem Wasser und eine Weile stehen lassen. Anschließend wischt man ihn und die Knethaken nur mit einem Schwamm ab. Dann ist kein Reiniger oder Spülmittel mehr notwendig. Die Löcher der Knethaken müssen ab und zu mit einem Ohrstäbchen säubern, denn da setzt sich Teig fest. Die Gehäuseoberfläche lässt sich ebenfalls mit einem feuchten Lappen einfach reinigen, zumal der Hersteller bei diesem Gerät auf Ecken und Kanten, in denen sich gerne Schmutz festsetzt, verzichtet hat. Spülmaschinengeeignet ist die Backform natürlich nicht!

Tipps und Tricks:

1. die Zutatenmengen nicht überschreitet (max. 1.250 g) 2. die Lüftungsöffnungen nicht zustellt 3. nur Trockenhefe verwenden sollte 4. alle Flüssigkeiten Raumtemperatur haben sollten.

Zum Backen nehmen wir immer die größte Größe des Brotes, auch wenn es nur 750 g Teig ist. Dadurch ist das Durchbacken sichergestellt und man bekommt zumindest an den Seiten eine schöne Kruste.

Das fertig gebackene Brot sollte man immer so zügig wie möglich aus dem Behälter entfernen. Durch die Wärme bildet sich schnell Kondenswasser an der Basis und macht die Kruste pappig.

Fazit:

Die Handhabung ist kinderleicht und durch die Bedienanzeige ist der Stand des Backvorganges einfach abzulesen. Das große Plus bringt die durchweg simple Bedienungsanleitung. Wir können den Brotbackautomat Quigg einfach nur weiterempfehlen. Er leistet wirklich gute Dienste und amortisiert sich relativ schnell durch den günstigen Anschaffungspreis.

Die Gewährleistung: Für das Gerät gibt es eine Garantiezeit von 3 Jahren. Also 1 Jahr mehr als gewöhnlich.

Lesen Sie hier mehr über den Quigg Brotbackautomat BA 495.

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