Das Rätsel Brot backen
Brot backen: Es gibt wohl unzählige Brotsorten, jedoch ist das Grundrezept bzw. die Zutaten immer das gleiche: Mehl, Hefe oder Sauerteig, Wasser, Salz und ausreichend Zeit zum Gehen. Wenn man ein paar grundsätzliche Dinge beachtet, kann beim Brot backen nichts schief gehen. Für ganz eilige Hobbybäcker gibt es auch die Möglichkeit, statt Hefe der Griff zum Backpulver. Es gibt drei Brot-Basistypen und unzählige Varianten:
1. Brote, die mit Hefe gebacken werden. Zum Beispiel Weißbrot, Brötchen, französisches Baguette, Ciabatta oder Brioches. 2. Brote, die mit Sauerteig gebacken werden. Zum Beispiel Brote aus Roggenmehl. 3. So genannten schnellen Brote oder Kuchenbrötchen wie Scones oder Quarkbrötchen, die mit Backpulver zubereitet werden können.
Das Brot backen mit Hefe Für das Brot backen mit Hefe löst man zunächst die Hefe in warmem Wasser auf, das Mehl auf die Arbeitsfläche ausgebreitet, dann die „flüssige Hefe“ in eine Teigmulde gegeben und gehen lassen. Anschließend wird das Ganze geknetet und zugedeckt an einem warmen Ort nochmals gehen lassen.
Danach wird der Teig noch einmal kräftig durchgeknetet, damit auch die während des Hefeteig-Gehens entstandenen Gase entweichen können. Nur so kann auch eine schöne Konsistenz des Brotes, was so typisch ist für den Hefeteig, entstehen. Zum Schluss formt man den Teig zu einem Brotlaib oder Zopf und kerbt ihn möglicherweise ein. Nach weiterem kurzem Gehen kann man ihn fertig backen. Ihr Backofen sollte dafür eine konstante Temperatur haben, da das Brot während des Brot backen nochmals und auch gleichmäßig aufgeht und bräunen kann. Falls Sie das Brot im Backofen drehen wollen, damit es rundum knusprig wird, warten Sie damit, bis der Teig vollständig aufgegangen ist und bereits die erste Bräunung eingesetzt hat. Ansonsten könnte der Teig in sich zusammenfallen. Falls der Teig gleich zu Beginn des Brot Backen zu sehr bräunt, empfiehlt es sich, die Hitze etwas herunter zu drehen und das Brot eventuell mit etwas Alufolie zu bedecken. Damit sich eine schöne Kruste bilden kann, können Sie eine Schale mit heißem Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Sie können das Brot aber auch, sobald es anfängt braun zu werden, ab und zu mit Wasser einsprühen. Wenn das Hefebrot fertig gebacken ist, sollten Sie es aus der Backform, falls Sie eine verwendet haben, stürzen und zum Abkühlen auf ein Backgitter stellen. So wird die Kruste besonders knusprig, weil die Feuchtigkeit besser ausdampfen kann. Hätten Sie allerdings lieber eine etwas weichere Kruste, können Sie das Brot mit einem Geschirrtuch zudecken. Die typischen Zutaten für Brotteig Für das Hefebrot verwendet man Mehl, Hefe, Wasser, Salz, eventuell Zucker für die Hefe. Für Brote, die ohne Hefe gebacken werden und ohne Sauerteige zubereitet werden, verwendet man statt der Hefe üblicherweise Backpulver, zudem Eier, Fett, Milch, Salz, Zucker und eventuell Buttermilch oder saure Sahne. Aber auch Brote aus Hefeteig kann man diesen Zutaten verfeinern, wie die französischen Brioches. Durch die Beigabe von Eiern werden Brote locker und bekommen eine schönere Farbe. Butter verleiht dem Teig zusätzlich den buttrigen Geschmack. Statt Butter kann man jedoch auch Margarine verwenden. Grundsätzlich ist Fett wichtig, um das entstehende Gebäck locker werden zu lassen. Für Brote ohne Hefe kann man Öl beifügen. Damit können Brote saftiger und fester werden. Hefeteig hingegen, zum Beispiel für Pizza, wird mit wenigen Löffeln Öl geschmeidig. Salz und Zucker, dienen dazu, das Brot zu würzen bzw. dessen Geschmack auf natürliche Weise zu verstärken. Dabei gilt immer: Ist es ein süßes Brot, sollte man zur gewöhnlichen Zuckermenge auch eine Prise Salz geben. Ist es dagegen ein herzhaftes Brot, sollte man zur gewöhnlichen Salzmenge eine Prise Zucker geben. Bäckt man ein Brot ohne Treibmittel wie Hefe, dann hilft die Säure von Buttermilch oder saurer Sahne das gasförmige Kohlendioxid im Teig freizusetzen, so dass der Teig aufgeht und lockerer wird. Brot aus Sauerteig Schwere, herzhafte Vollkornteige, zum Beispiel aus Roggenmehl, brauchen vor allem eine kräftige Lockerung, für die der Sauerteig sehr gut geeignet ist. Zudem ist auch eine Kombination mit Hefe möglich. Man kann Sauerteig im Supermarkt, im Reformhaus oder beim Bäcker kaufen. Das spart Zeit und Arbeit. Denn Sauerteig selbst herzustellen ist recht arbeitsintensiv. Er muss nämlich ständig vermehrt und behandelt werden. Bäcker sagen dazu „der Sauerteig muss gut geführt werden“. Dazu wird Roggenmehl mit sehr warmem Wasser vermengt und 1-2 Tage an einem warmen Ort stehengelassen bis die Teigmasse bereits säuerlich riecht. Das Zeichen dafür, dass Milch- und Essigsäurebakterien aus der Luft und dem Mehl einen Gärungsprozess begonnen haben. Bis der Sauerteig „back-bereit“ ist, wird der Ansatz noch zwei weitere Male mit warmem Wasser und Roggenmehl vermengt und immer mehrere Tage an einem warmen Ort stehen gelassen. Wenn er fein säuerlich, nicht nach Essig riecht, ist er einsatzbereit. Profis behalten jeweils einen Teil des Sauerteigs für einen neuen Ansatz zurück, weil man sich so Arbeitsschritt Nummer eins beim nächsten Ansatz sparen kann. Damit die Kruste beim Brot backen richtig krustig wird Entweder man formt den Brotlaib auf einer mit Sesam, Haferflocken, gehackten Nüssen oder mit reichlich Mehl bestreuten Arbeitsfläche oder streuen die eingefettete Backform direkt damit. Man kann das Brot oder die Brötchen auch vor dem Backen mit Mohn, grobem Salz, Mandelsplittern oder auch Kümmel verzieren. Zuvor sollte man den Brotteig mit verschlagenem Ei bestreichen, weil die Zutat besser hält. Übrigens das Brot mit Ei einzupinseln ist wichtig, wenn man eine glänzende Oberfläche haben möchte. Ist es ein süsses Brot und soll es auch eine süße Kruste bekommen, feuchtet man die Oberfläche zunächst mit Wasser, Milch oder verschlagenem Ei an und bestreut sie dann mit Zucker. Besonders lecker ist auch eine Glasur aus Zucker, Butter, Honig und Milch, die man auf das fertig gebackene noch heiße Backwerk gibt. Gutes Brot selber backen Die Deutschen identifizieren sich besonders über ihr Brot. Es gibt wohl in keinem Land so viele Brotsorten wie hierzulande. Besonders auffallend ist es , wenn der Deutsche sich im Ausland aufhält und nicht wie gewohnt auf die Vielzahl von Backwaren zurückgreifen kann. Ob aus gesundheitlichen Gründen aus wirtschaftlichen oder einfach weil selbst Brot backen Spaß macht und besser schmeckt, viele backen ihr Brot mit großem Stolz selber. Lesen Sie mehr Details über
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